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30.03.2021

Rund 4.000 Menschen auf Warteliste gebracht - Stadt lässt Impfhotline vorerst ruhen

CELLE. „Wenn es dem Land nicht gelingt, dann eben uns als Kommune“, versprach Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge am 19. Februar und meinte damit die hauseigene Impfhotline. Diese hatte das Stadtoberhaupt eigens ins Leben gerufen, nachdem sich das Anmeldeprocedere des Landes für die Seniorinnen und Senioren als Flop erwies. Überlastete Telefonleitungen und komplizierte Online-Meldeverfahren ließen die Generation Ü80 anfangs am System verzweifeln. „Mit der Einrichtung des kurzen Drahtes haben wir ganz offensichtlich eine große Lücke geschlossen.“ Denn der Erfolg des städtischen Angebots gibt dem OB Recht. Rund 4.000 Impfwillige wurden seitens der Stadt auf die Warteliste gebracht. „Das ist natürlich ein toller Erfolg. Wie nötig unser Angebot war, sieht man auch an der großen Dankbarkeit, die unseren Mitarbeitern an der Hotline immer wieder entgegengebracht wurde. Wir haben den Menschen dort zugehört und geholfen, wo sie sich vom Land allein gelassen fühlten. Schlimm genug, dass die Kommunen hier einmal mehr das Versagen des Sozialministeriums auffangen mussten.“

Für Nigge Zeit, Danke zu sagen: „Das 20-köpfige Team um Fachbereichsleiter Matthias Peters hat Großartiges geleistet. Die Mitarbeiter hatten täglich von 9 bis 16 Uhr ein offenes Ohr für die Anrufer – auch für deren Sorgen und Nöte.“ Am kommenden Mittwoch ist die Hotline 12 50 50 vorerst ein letztes Mal geschaltet, dann wird das Angebot vorerst ruhen gelassen. „Wir haben offensichtlich die Massen erreicht“, sagt Matthias Peters und berichtet, dass die Zahl derer, die auf die Warteliste gesetzt werden möchte, deutlich abgenommen hat. „Die Mehrheit hat nunmehr Fragen zum Verfahren. Da die Infos aber öffentlich zugänglich sind, haben wir vorerst entschieden, die Hotline einzustellen.“
Doch keine Sorge, Ratsuchende werden auch künftig nicht allein gelassen. Der Seniorenbeirat der Stadt, bereits seit Anfang Februar aktiv ins Impf-Geschehen eigebunden, nimmt sich auch weiterhin zu den gewohnten Sprechzeiten unter der Rufnummer (0 51 41) 12 89 22 des Themas an.

So findet eine Erfolgsgeschichte vorerst ihr Ende. „Für uns ist das Ergebnis Motivation, in solchen Situationen auch künftig immer wieder für unsere Bürger da zu sein“, verspricht der OB.

Quelle: Pressestelle