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15.05.2020

Rundwanderweg Altencelle
Auf den Spuren der Geschichte

CELLE.- Tagesauflügler und Wanderfreunde können sich ab sofort über ein neues Ziel freuen: den Rundwanderweg Altencelle. Auf den Spuren der Celler Ur-Siedlung Kellu führt der Wanderweg „C1“ auf einer Länge von 15 Kilometern über Osterloh und Bockelskamp. Nach rund zwei Jahren Vorbereitungszeit ist der Weg nun komplett mit Info- und Thementafeln versehen.

Abwechslungsreiche Wandertour

Die Tafeln vermitteln neben dem Wandererlebnis alles Wissenswerte zu den historischen Besonderheiten sowie zu Flora und Fauna. Damit kommen sowohl Geschichtsfans als auch Naturliebhaber voll auf ihre Kosten. So liegt mit der Gertrudenkirche beispielsweise Celles ältestes Gotteshaus auf der Wanderroute – ausführliche Informationen bietet die entsprechende Infotafel. Auch zum historischen Steinweg auf dem man hier wandelt, wird informiert. Handelt es sich doch um die einstige Hauptstraße des hochmittelalterlichen Celles. Folgt man dem Rundweg, ergibt sich hier die Gelegenheit zu einem Abstecher. Etwas abseits der Route liegt der Ringwall von Burg. Die Spuren der 1000 Jahre alten Wallburg sind noch gut zu erkennen.

Entlang des Osterbruchkanals lässt sich anschließend die Natur erkunden und genießen. Unter Baumkronen und flankiert von Blaubeerpflanzen, führt der Weg weiter in Richtung Osterloh. Die Wanderer passieren dabei die Osterloher Alpen. Dieser riesige Sandberg wurde einst am Ufer der Aller angeweht und bietet einen guten Ausblick auf die Allerniederung. Das dortige NABU-Projekt verdeutlicht die Schönheit und Artenvielfalt der Renaturierungsflächen.

Von Osterloh aus geht es dann über Felder und Wiesen zum Osterloher Wehr. Die Wanderer passieren eine renaturierte Schleife der Aller und gelangen dann nach Bockelskamp. Wer eine Rast einlegen möchte, findet hier einen überdachten Grillplatz vor.

Entlang des Alten Bahndamms der Allertalbahn führt die Strecke anschließend zurück nach Altencelle vorbei am dortigen Industriegebiet. Den Hinweisschildern folgend, gelangen die Fußgänger zurück in den Ortskern von Altencelle und somit an den Ausgangspunkt des Rundwanderweges.

Ein reich bebilderter Flyer mit Streckenbeschreibung und Informationen ist bei der Celler Tourismus und Marketing GmbH, bei der Kirchengemeide Altencelle und bei den Tourismusinformationen der LEADER Region im Landkreis Celle kostenlos erhältlich.

Gemeinschaftsprojekt nutzt Synergien

Von der Planung bis zur Umsetzung sind rund zwei Jahre vergangen. Inspiriert vom Beispiel Wienhausens entwickelte sich auf Initiative der Fördergemeinschaft „Historisches Altencelle“ der nun fertiggestellte Rundwanderweg. Die engagierten Bürger machten sich auf die Spurensuche und haben großen Anteil an der inhaltlichen Ausgestaltung des Weges. Mit Unterstützung des LEADER-Regionalmanagements „Aller-Fuhse-Aue“, Sitz Amtshof Eicklingen, dem Fachdienst Stadtplanung Stadt Celle und dem Planungsbüro BTE Hannover entstand ein Planentwurf, der als Grundlage für einen Fördermittelantrag diente. Anfang 2019 erhielt die Stadt Celle vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg grünes Licht. Es wurden Fördermittel in Aussicht gestellt, so dass mit der Umsetzung des geplanten Weges begonnen werden konnte.
Bei der Ausgestaltung des Weges gab es viel Unterstützung. Besonders zu nennen ist der aktive Kern des Fördervereins Historisches Altencelle, der auch die Grundlage für die inhaltliche Gestaltung des Weges lieferte, grafisch umgesetzt durch das Grafikbüro Blattwerk aus Hannover. Projektpartner waren außerdem die Zimmerei Schmidt aus Wienhausen, die Schadel Metallbau GmbH Lachendorf, die Landwehr Schilderfabrik GmbH Gescher, die Rode GmbH, die Baumschule Rosenbrock in Hermannsburg und die Gross Asphaltbau GmbH Drakenburg.
Der Rundweg kreuzt mit dem Jakobusweg und der Via Romea zwei Pilgerwege sowie den Wanderweg „W4“ Wienhausen und den „Aller-Radweg“. So fügt er sich bestens in das bestehende Angebot ein und trägt zu weiteren regionalen Vernetzung bei.

Die offizielle Eröffnung des Rundwanderweges muss aufgrund der Coronavirus-Pandemie zunächst verschoben werden. Wer Altencelle, Osterloh und Bockelskamp schon jetzt zu Fuß erkunden möchte, kann dies natürlich jederzeit tun.

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Quelle: Pressestelle