Seiteninhalt
23.06.2022

Flüchtlingszustrom hält an
Zuwanderungsagentur denkt über Unterbringung Geflüchteter in Sammelunterkunft nach

CELLE. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine Ende Februar sind bereits zahlreiche ukrainische Geflüchtete in der Stadt Celle angekommen. Derzeit sind von der Verwaltung 839 Personen registriert, darunter 313 Kinder und Jugendliche, die im Stadtgebiet untergebracht sind. Die landesweit festgelegte Quote hat die Stadt Celle schon seit Mai übererfüllt, Tendenz steigend.

Schon frühzeitig hat die Verwaltung durch den Eigenbetrieb der Celler Zuwanderungsagentur Vorbereitungen getroffen, um die Geflohenen in von der Stadt angemieteten Wohnungen unterbringen zu können. Gleichzeitig haben sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie private Initiativen, aber auch Wohnungsbaugesellschaften, Institutionen und Organisationen bei der Stadtverwaltung gemeldet, die Wohnungen und Zimmer angeboten und so bis dato zahlreiche Geflüchtete aufgenommen und untergebracht haben.

„Dennoch ist es aufgrund des nach wie vor anhaltenden Flüchtlingszustroms in die Stadt unerlässlich, aktuell auch über die Unterbringung in einer Sammelunterkunft nachzudenken“, erläutert Dirk Nothdurft, Leiter der Celler Zuwanderungsagentur. Hierzu könnte ein Teil des ehemaligen Hehlentorstiftes dienen. Entsprechende Gespräche sind deshalb mit den Eigentümern und dem Landkreis Celle geführt worden. „Gleichzeitig appellieren wir an die Bevölkerung privat keine Geflüchteten mehr aufzunehmen, wenn die Unterbringung nicht nachhaltig gesichert werden kann“.

Die wegfallende Wohnsitzbindung ermöglicht es den Geflohenen im Übrigen, sich mit Ausnahme der Städte Salzgitter, Wilhelmshaven und Delmenhorst in ganz Niedersachsen niederzulassen.

 


Quelle: Pressestelle